IM NAMEN DES HERRN JESUS – GOTTES AUFTRAG

Schriftlesung: Phil. 2:9-11; Eph. 1:21; Joh. 14:13-14; 15:16; 16:23-24, 26a; Mk. 16:17; Lk. 10:17-19; 24:47; Apg. 3:6; 4:7, 10, 12; 10:43; 16:18; 19:5; 1.Kor. 6:11

Vor Gott müssen wir uns insbesondere über eines im Klaren sein, nämlich über den Namen des Herrn Jesus. Niemand auf Erden kann ohne den Namen des Herrn Jesus gerettet werden, und niemand kann in der Hand Gottes nützlich sein, der den Namen des Herrn Jesus nicht kennt. Daher müssen wir die Bedeutung des Namens des Herrn Jesus kennen. Wie schade, dass der Name des Herrn in der Unterhaltung der Menschen zu etwas so Gewöhnlichem geworden ist! Oftmals ist die Wendung „im Namen des Herrn Jesus“ zu etwas Bedeutungslosem geworden! Der Mensch hört und liest diesen Ausdruck wiederholt bis zu dem Punkt, dass er gar nicht mehr weiß, was es bedeutet, im Namen des Herrn Jesus zu sein. Wir müssen Gott bitten, uns zu helfen, den so vertrauten Namen des Herrn Jesus auf eine frische Weise zu verstehen.

Der Name des Herrn Jesus ist etwas Besonderes. Er ist etwas, das der Herr noch nicht besaß, während Er auf Erden war. Matthäus 1 sagt uns zwar, dass der Herr den Namen Jesus hatte, als Er auf Erden war, doch in Philipper 2 heißt es, dass Er gehorsam wurde bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz, und dass Ihn daher Gott hoch erhob und Ihm den Namen verlieh, der über alle Namen ist. Was ist dieser Name? In Philipper 2:10-11 heißt es: „Damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ Dieser Name ist „der Name Jesu.“ Er empfing diesen Namen nicht, als Er noch auf Erden war; sondern nachdem Er in den Himmel aufgefahren war, empf ing Er diesen Namen. Er wurde zwar schon Jesus genannt, während Er auf Erden war, doch durch den Gehorsam bis zum Tod am Kreuz erhöhte Ihn Gott. In Seiner Erhöhung wurde Ihm ein Name verliehen, der über jedem Namen ist. Dieser Name, der über jedem Namen steht, ist „der Name Jesu.“

Paulus empfing nicht nur die Offenbarung einer solchen Veränderung im Namen des Herrn, sondern der Herr Jesus sprach auch selbst im Johannesevangelium von einer großen Veränderung in Seinem Namen. Denn Er sagte: „Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in Meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen … An jenem Tag werdet ihr bitten in Meinem Namen …“ (Joh. 16:24, 26). „An jenem Tag“ werden wir in Seinem Namen bitten. An dem Tag, als der Herr dieses Wort sprach, hatte Er den Namen noch nicht empfangen, der über jedem Namen ist. Denn Er empfing erst „an jenem Tag“ den Namen, der über jedem Namen ist. Erst „an jenem Tag“ können wir den Vater in Seinem Namen bitten.

Möge der Herr unsere Augen öffnen, damit wir die große Veränderung im Namen des Herrn nach Seiner Auffahrt sehen können. In unserem Verstand können wir diese Veränderung nicht ausloten. Dieser Name wurde von Gott gegeben, und er steht über jedem anderen Namen.

Was bedeutet dieser Name? Er bedeutet Autorität und Macht. Warum bedeutet dieser Name Autorität und Macht? Philipper 2:10-11 heißt: „Damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ Dies ist Autorität. Jedes Knie muss sich vor dem Namen Jesus beugen; und jeder muss Jesus auf Grund Seines Namens als den Herrn bekennen. Daher bedeutet der Name Jesus die Tatsache, dass Gott Ihm die alles übersteigende Autorität und Macht gegeben hat.

In Lukas 10:17 sagten die Jünger zum Herrn: „Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in Deinem Namen.“ Für die Jünger war es etwas Großes, im Namen des Herrn Dämonen auszutreiben. Die Dämonen fürchten sich wahrscheinlich nicht vor vielen Namen auf Erden, doch als die Jünger etwas im Namen des Herrn Jesus taten, waren ihnen die Dämonen untertan. Später erklärte der Herr, warum Sein Name ihnen die Dämonen untertan machte. Er sagte: „Ich habe euch die Vollmacht gegeben, … zu treten und über die ganze Kraft des Feindes“ (V. 19). Daher ist der Name gleichbedeutend mit Vollmacht.

Doch dies ist nicht alles. Selbst die Obersten unter den Juden wussten das. Nachdem Petrus den Lahmen aufgerichtet hatte, riefen die Obersten am nächsten Tag die Apostel zu sich und fragten: „In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan?“ (Apg. 4:7). Mit anderen Worten: Welche Vollmacht besaßen sie, dem Mann zu sagen, aufzustehen und zu gehen? Sie wussten, dass mit einem Namen Vollmacht verbunden war. Somit bezeichnet der Name Jesus alle Vollmacht, die Gott Ihm anvertraute. Wir sagen nicht, dass der Name selbst Vollmacht ist, doch die Wirkung des Namens ist Vollmacht.

Im Neuen Testament sehen wir jedoch nicht nur den Namen Jesus, sondern auch einen sehr eigenartigen Ausdruck: „Im Namen Jesu.“ Geschwister, habt ihr dies gesehen? Es geht nicht nur um den Namen Jesus Christus, sondern es geht darum, in dem Namen Jesu Christi zu sein. Wenn wir Gottes Wort sorgfältig lesen und auf dem geistlichen Weg wandeln, sagen wir vielleicht oft, dass wir etwas im Namen des Herrn Jesus oder im Namen Jesu Christi tun, aber eigentlich wissen wir nicht, was es heißt, in diesem Namen zu sein. Wissen wir nicht, wie man im Namen des Herrn Jesus handelt, können wir nicht einmal Christen sein. Daher müssen wir die Bedeutung davon sehen, was es heißt, im Namen des Herrn Jesus zu sein.

Der Herr Jesus erwähnte in Johannes 14 bis 16 zum ersten Mal, in Seinem Namen zu sein. Nachdem der Herr die Füße der Jünger gewaschen hatte, sprach Er zu ihnen darüber. Er sagte in diesen drei Kapiteln ausdrücklich, was wir tun können, wenn wir etwas in Seinem Namen tun. Denn Er sagte: „Und was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das werde Ich tun … Wenn ihr Mich etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde Ich es tun“ (14:13-14). Von Kapitel vierzehn bis sechzehn sagte Er Seinen Jüngern wiederholt, „in Meinem Namen“ zu bitten. Dies zeigt uns nicht nur, dass Er eines Tages einen Namen empfangen würde, der über jedem anderen Namen ist, sondern auch, dass die Jünger diesen Namen benutzen könnten. Es ist ein Name, den auch du und ich benutzen können. Diesen Namen gab Gott Seinem Sohn Jesus; und er wurde ebenfalls in unsere Hände gegeben. Er befindet sich nun in meiner und in deiner Hand. Du und ich und jedermann sonst kann diesen Namen benutzen. Folglich erwähnt die Bibel nicht nur, dass der Herr Jesus einen Namen empfangen hat, der über jedem anderen Namen steht, sondern sie erwähnt auch die Erfahrung, in dem Namen Jesu Christi zu sein. Es gibt somit nicht nur Seinen Namen, sondern es gibt auch die Tatsache, in Seinem Namen zu sein. Den Namen Jesus Christus empfing Er von Gott, und in dem Namen Jesu Christi zu sein bedeutet für die Kinder Gottes, an diesem Namen teilzuhaben. Somit heißt in dem Namen des Herrn Jesus zu sein, an Seinem Namen teilzuhaben. Dies bedeutet, dass wir diesen Namen benutzen können. Geschwister, wir müssen erkennen, dass dies das Größte ist, was uns von Gott und dem Herrn Jesus anvertraut worden ist.

Warum sagen wir, dass Gott uns den Namen Jesus anvertraut hat? Und was heißt anvertraut? Gott beauftragt uns, das Evangelium zu predigen. Er beauftragt uns, ein bestimmtes Werk zu tun, und Er beauftragt uns, an einen bestimmten Ort zu gehen und für Ihn zu sprechen. Dies alles hat uns Gott zu tun beauftragt. Doch die Bedeutung davon, im Namen des Herrn Jesus zu sein, bezieht sich nicht auf diesen Auftrag. Im Namen des Herrn Jesus zu sein bedeutet vielmehr, dass Gott uns Seinen Sohn anvertraut hat. Gott verpf lichtet uns nicht dazu, ein Werk zu tun, sondern Er hat uns Seinen Sohn anvertraut. Gott trägt uns nicht auf, zu gehen, doch Er trägt uns auf, Seinen Sohn mitzunehmen. Dies ist die Bedeutung davon, im Namen des Herrn Jesus zu sein.

Im Namen des Herrn Jesus zu sein, heißt für Gott, uns Seinen Sohn anzuvertrauen. Angenommen, du hast auf der Bank einen bestimmten Geldbetrag. Wenn du das Geld abheben möchtest, musst du dein Siegel benutzen. Bittest du einen Freund, an deiner statt das Geld abzuheben, dann musst du ihm das Siegel geben. Geht er, um das Geld abzuheben, wird es für ihn sehr einfach sein, weil er ja das Siegel in seiner Hand hat. Geht er zur Bank, schreibt zehn Dollar auf einen Scheck und setzt das Siegel darauf, wird er zehn Dollar bekommen. Im Namen des Herrn zu sein ist so, als ob der Herr Jesus uns Sein Siegel gegeben hätte. Geschwister, wir haben nur einen begrenzten Betrag hinterlegt, und der Betrag, den wir abheben können, hat eine Grenze. Doch das Siegel des Herrn Jesus zu haben ist etwas Gewaltiges. Wenn ich eine große Summe Geld auf der Bank habe und vertraue das Scheckbuch und das Siegel jemand an, dann muss ich ihm völlig vertrauen. Kann ich ihm jedoch nicht vertrauen, dann möchte ich vielleicht wissen, ob er nicht doch mein Siegel benutzt, um Geld abzuheben; und woher weiß ich, ob er nicht mit meinem Siegel Schecks unterschreibt? Woher weiß ich, ob er nicht mit meinem Siegel Verträge unterzeichnet? Wenn ich jemand nicht vertraue, kann ich seiner Hand auch mein Siegel nicht anvertrauen. Gebe ich ihm jedoch mein Siegel, dann bedeutet das, ich erkenne alles an, was er tut. Dies bedeutet es eigentlich, im Namen des Herrn Jesus zu sein. Es bedeutet, dass der Herr kühn genug ist, Seinen Namen unseren Händen anzuvertrauen, und Er erlaubt uns, Seinen Namen zu benutzen. Das heißt, der Herr vertraut uns bis zu dem Ausmaß, dass Er es wagt, Seinen Namen unseren Händen anzuvertrauen und uns erlaubt, Seinen Namen zu benutzen. Dies ist eigentlich die Bedeutung davon, im Namen des Herrn Jesus zu sein. Oder im Namen des Herrn zu sein bedeutet, der Herr Jesus hat sich uns gegeben, und Er ist willig, alles anzuerkennen, was wir in Seinem Namen tun. Er ist auch willig, alle Folgen zu tragen, wenn wir in Seinem Namen handeln.

Manchmal sagen wir jemand: „Geh und sage einem bestimmten Bruder, was zu tun ist. Wenn er dich fragt, wer es gesagt hat, dann sag ihm nur, dass ich es gesagt habe.“ Dies heißt, im Namen von jemand zu sein. Im Namen von jemand zu sein heißt, diesen Namen auch zu benutzen. Wenn du deinen Namen jemand anvertraust, und er benutzt ihn, dann musst du die Verantwortung dafür tragen, dass er deinen Namen benutzt. Das bedeutet es, in dem Namen zu sein.

Der Herr Jesus sagte den Jüngern an Seinem letzten Abend auf Erden: „Und was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das werde Ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Wenn ihr Mich etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde Ich es tun“ (Joh. 14:13-14). Dies bedeutet, dass der Herr Jesus den Jüngern etwas Großes anvertraute, denn Er gab ihnen Seinen Namen. Sein Name ist Vollmacht, und es gibt nichts Größeres, was Er ihnen hätte geben können. Angenommen, nachdem der Herr Jesus Seinen Namen unserer Hand anvertraut hat, benutzen wir ihn auf unverantwortliche Weise. Was würde geschehen? Jemand, der eine wichtige Position innehat, braucht nur sein Siegel unter eine Anordnung zu setzen, und diese wird ausgeführt. Händigt er sein Siegel jemand aus, trägt er jedes Mal dafür die Verantwortung, wenn das Siegel benutzt wird, um eine Anordnung herauszugeben. Denkst du, dass er sein Siegel jemand leichtfertig anvertrauen kann? Natürlich kann er das nicht. Doch der Herr Jesus hat uns Seinen Namen anvertraut. Der Name des Herrn ist aber der Name, der über allen Namen ist. Er ist willig, diesen Namen dir und mir anzuvertrauen und uns zu erlauben, diesen Namen zu benutzen. Sehen wir die Verantwortung, die damit verbunden ist, dass Er uns Seinen Namen anvertraut? Gott verlässt sich auf uns und vertraut uns den Namen des Herrn Jesus an. Für alles, was wir in Seinem Namen tun, wird Gott somit die Verantwortung übernehmen. Geschwister, dies ist etwas Gewaltiges! Gott wird für alles die Verantwortung übernehmen, was wir im Namen des Herrn Jesus tun!

Ein Merkmal dieses Zeitalters ist, dass der Herr Jesus nichts direkt tut. Er spricht nicht direkt auf Erden, sondern vielmehr spricht Er durch die Gemeinde. Er vollbringt auch direkt keine Wunder, sondern vielmehr vollbringt Er sie durch die Gemeinde. Außerdem rettet Er die Menschen nicht direkt, sondern vielmehr rettet Er sie durch die Gemeinde. Heute führt der Herr Sein Werk durch die Gemeinde aus; Er tut es nicht selbst. Aus diesem Grund hat Er der Gemeinde Seinen Namen anvertraut. Doch welche große Verantwortung hat Er zu tragen? Es ist einfach, für das die Verantwortung zu übernehmen, was du direkt tust. Du musst dann nur für das verantwortlich sein, was du persönlich tust; Du brauchst für das keine Verantwortung zu übernehmen, was andere tun. Ist dein Siegel in deiner Hand, wirst du nur für das die Verantwortung übernehmen, was du selbst tust. Doch befindet sich dein Siegel in der Hand eines anderen, dann musst du auch für das verantwortlich sein, was er mit deinem Siegel tut. Wäre der Herr Jesus heute in der Welt und wirkte so wie früher, indem Er alles selbst tat, dann müsste Er für das, was wir tun, keine Verantwortung übernehmen. Doch heute wird das Werk des Herrn nicht von Ihm selbst getan, denn Er hat es der Gemeinde anvertraut; und alle Werke des Herrn Jesus sind heute in der Gemeinde zu finden. Somit ist heute das Werk der Gemeinde das Werk des Herrn. Daher muss Er für alles die Verantwortung übernehmen, was die Gemeinde mit Seinem Namen tut. Wenn wir jemand eine Aufgabe anvertrauen, müssen wir eine zuverlässige Person finden. Ist jemand nicht zuverlässig, dann ist es schwierig, ihm etwas anzuvertrauen. Doch heute ist der Herr Jesus verpflichtet, sich selbst der Gemeinde anzuvertrauen. Nun ist nicht die Zeit, dass der Sohn Gottes im Fleisch erscheint. Nun ist vielmehr die Zeit, dass der Sohn Gottes im Geist und in der Gemeinde erscheint. Da dies der Fall ist, muss Er sich der Gemeinde anvertrauen. Sonst könnte Er nichts tun. Nachdem Er in die Himmel aufgefahren ist, sitzt Er heute zur rechten Hand des Vaters und wartet, bis der Feind zu Seinem Fußschemel gemacht wird. Er ist als der Hohepriester dort und betet. Dies ist Sein Werk. Was Sein Werk auf Erden betrifft, so hat Er dieses der Gemeinde anvertraut. Daher besitzt die Gemeinde die Vollmacht, heute Seinen Namen zu benutzen. Folglich muss der Herr dafür die Verantwortung übernehmen, dass die Gemeinde Seinen Namen benutzt.

Auf der Erde besitzt die Gemeinde keine geringere Vollmacht als die, im Namen des Herrn Jesus zu handeln. Denn der Herr hat der Gemeinde Seinen Namen anvertraut. Dies ist jedoch das Höchste, weil Seinen Namen anzuvertrauen sich selbst anzuvertrauen heißt. Alles, was du im Namen des Herrn Jesus sprichst, wird daher zu dem, was der Herr selbst spricht. Alles, was du im Namen des Herrn Jesus bittest, wird zu dem, was Er bittet. Und alles, was du im Namen des Herrn Jesus entscheidest, wird zu dem, was der Herr entscheidet. Die Gemeinde hat daher die Vollmacht, im Namen des Herrn zu sprechen. Welch große Verpf lichtung gab Gott damit der Gemeinde!

In der Bibel sehen wir ein Beispiel vom Handeln im Namen des Herrn. Als der Erzengel Michael mit dem Teufel über den Leib des Mose stritt, sagte er da: „Ich schelte dich“ oder „Der Herr möge dich schelten!“ (Wenn man sagt: „Der Herr möge dich schelten“, wird dies zu einem Gebet und einem Wunsch.) Nein, der Erzengel sagte: „Der Herr schelte dich!“ (Jud. 9). Dies bedeutet, wenn er den Teufel schilt, heißt das, der Herr schilt ihn. Der Erzengel Michael wendete den Namen des Herrn an. Daher heißt im Namen des Herrn Jesus zu sein nicht notwendigerweise, dass man die Worte sagt: „im Namen des Herrn Jesus.“ Im Namen des Herrn Jesus zu handeln heißt, wir wenden Seinen Namen wie unseren eigenen Namen an. Hier berühren wir ein sehr wichtiges geistliches Prinzip: Wir können den Namen des Herrn wie unseren eigenen Namen anwenden. Viele Leute sagen, dass sie die Kraft des Blutes des Herrn nicht ausgeschöpft haben. Ich würde jedoch eher sagen, dass wir die Kraft in Seinem Namen noch nicht ausgeschöpft haben. Paulus konnte zu den Korinthern sagen: „Über … habe ich kein Gebot des Herrn; ich gebe aber eine Meinung.“ Weiterhin sagte er: „Ich denke aber, dass auch ich Gottes Geist habe“ (1.Kor. 7:25, 40). Wir müssen sehen, dass dieser Name ein Name ist, den wir anwenden können. Geschwister, erkennt ihr, dass hier ein Name, Vollmacht und Kraft in die Hand der Gemeinde gelegt worden sind? Die Gemeinde kann diese anwenden; sie sollte den Namen des Herrn auf rechte Weise benutzen. Wir sagen zwar, dass die Gemeinde regiert, aber ohne den Namen hätte sie keinen Weg, um zu regieren. Wir sagen zwar, dass die Gemeinde den Schlüssel zum Reich hat und dafür verantwortlich ist, das Reich herbeizuführen, aber ohne den Namen könnte die Pforte des Reiches nicht geöffnet werden. Wir sagen zwar, Gott hat die Absicht, dass die Gemeinde durch das Leben den Tod bindet und Satan bindet, aber hätten wir diesen Namen nicht, oder wüssten wir nicht, wie wir ihn anwenden sollen, gäbe es für uns keinen Weg, dies alles zu erfüllen. Daher müssen wir sehen, dass der Herr Jesus diesen Namen der Gemeinde gegeben hat.

Aus diesem Grunde gebietet Gott, dass ein Mensch getauft werden muss, nachdem er an den Herrn glaubt und gerettet ist. Was ist denn die Taufe? Sie bedeutet, in den Namen des Herrn zu kommen. Eines Tages wurde ich getauft, und ich begann, an diesem Namen teilzuhaben. Von diesem Tag an vertraute Gott mir diesen Namen an. Nun kann ich den Namen des Herrn Jesus wie meinen eigenen Namen anwenden. Dies ist der Grund, warum die Taufe so bedeutsam ist. Nach der geistlichen Wirklichkeit bin ich nun ein toter und auch ein auferstandener Mensch. Da ich auf dem Grund von Tod und Auferstehung stehe, kann ich den Namen des Herrn anwenden. Von jenem Tag an wurde ich mit diesem Namen verbunden. Er ist Christus, und wir sind die Christen. Was ist ein Christ? Was ist die Gemeinde? Die Gemeinde ist eine Gruppe von Menschen auf Erden, die den Namen des Herrn anwenden können, und Gott übernimmt jedes Mal die Verantwortung dafür, wenn sie diesen Namen anwenden. Auf welche Weise wir diesen Namen auch anwenden, Gott wird die Verantwortung dafür übernehmen. Dies ist etwas Gewaltiges. Unsere Beziehung zu dem Namen des Herrn begann zur Zeit der Taufe. Nun sind wir in den Namen hineingetauft. Mit anderen Worten: Durch die Taufe kommen wir in den Namen hinein.

Hier sehen wir, dass das Kreuz und die Auferstehung unentbehrlich sind. Denn nur dadurch, dass wir auf dem Grund der Taufe stehen, können wir den Namen des Herrn anwenden. Stehen wir nicht auf dem Grund der Taufe, können wir Seinen Namen auch nicht anwenden, weil das Kreuz in uns keinen freien Weg hat, und der Herr Jesus keine Wirkung auf uns ausüben kann. So können wir den Namen nicht anwenden. Tun wir es aber doch, wird Gott dafür keine Verantwortung übernehmen. Daher müssen wir auf dem Grund der Taufe stehen. Das bedeutet, dass wir an die Tatsache des Kreuzes glauben und auch daran, dass der alte Mensch mit Christus gekreuzigt ist; wir nehmen das Prinzip des Kreuzes an und erfahren das Kreuz als etwas, das gegen unser natürliches Leben vorgeht. Die Taufe besagt, dass alles, was wir haben, täglich durch den Tod gehen muss. Nur das, was bleibt, nachdem es durch den Tod gegangen ist, hat geistliche Bedeutung. Ist etwas vergangen, nachdem es durch den Tod geschritten ist, wird es vor Gott nicht bestehen können. Denn Gott möchte das haben, was durch das Kreuz geht und bleibt, was nicht zerstört wird, nachdem der Tod sein Werk getan hat.

Gottes Kinder müssen die Tatsache des Kreuzes sehen. Gott muss uns offenbaren, was wir in Christus empfangen haben. Der Tag muss kommen, an dem der Herr das Rückgrat unseres natürlichen Lebens bricht, denn erst dann werden wir nützlich sein. Der Tag muss kommen, an dem Gott das Zeichen des Kreuzes an uns sieht. Bei vielen Menschen scheint es so zu sein, als ob das Kreuz noch gar kein Werk getan hätte. Es scheint so zu sein, als ob das Kreuz an ihrem Reden, an ihrer Arbeitsweise, an ihrer Empfindung und besonders an ihrer Haltung vor Gott überhaupt kein Werk getan hätte. Daher muss der Tag kommen, an dem Gott eine solche Person durch das Kreuz bricht und zerstört. Denn nur das, was nach dem Kreuz übrigbleibt, ist Auferstehung. Die Auferstehung ist das, was durch den Tod nicht beendigt wird, was durch den Tod nicht zunichte gemacht wird. Die Auferstehung ist das, was bleibt, nachdem jemand vom Herrn zerschlagen worden ist. Nur diejenigen, die auf einem solchen Grund stehen, können die Vollmacht des Herrn ausüben, und nur sie können den Namen des Herrn anwenden. Gott übernimmt für diejenigen die Verantwortung, die auf diesem Grund stehen, und Er steht hinter ihnen, wenn sie den Namen des Herrn anwenden. Geschwister, dies ist das Höchste auf dieser ganzen Erde, das einem Menschen anvertraut werden kann. Gott kann uns den Namen Seines Sohnes anvertrauen und uns erlauben, diesen wie unseren eigenen Namen anzuwenden. Dies ist eine großartige Tatsache. Gott muss hierbei eine ungeheuer große Verantwortung übernehmen. Dies ist in der Tat keine Kleinigkeit.

Wenn wir im Namen des Herrn handeln, welches Ergebnis wird dieser Name dann erbringen? Die Bibel zeigt uns, dass das Handeln im Namen des Herrn zu drei Ergebnissen führt. Das Erste bezieht sich auf den Menschen, das Zweite auf den Teufel und das Dritte auf Gott.

DIE WIRKUNG AUF DEN MENSCHEN

In Lukas 24:47 heißt es: „Und in Seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden (soll) allen Nationen, anfangend von Jerusalem.“ In Apostelgeschichte 10:43 heißt es: „Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an Ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch Seinen Namen.“ In 1. Korinther 6:11 heißt es: „Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“ Der klarste Abschnitt über dieses Thema steht in Apostelgechichte 3:2-6: „Und ein Mann, der von Seiner Mutter Leibe an lahm war, wurde herbeigetragen; man setzte ihn täglich an die Pforte des Tempels, die man die schöne nennt, damit er Almosen erbat von denen, die in den Tempel gingen. Als dieser Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel eintreten wollten, bat er, dass er ein Almosen empfinge. Petrus aber mit Johannes blickte fest auf ihn hin und sprach: Sieh uns an! Er aber gab Acht auf sie, in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. Petrus aber sprach: Silber und Gold besitze ich nicht; was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers: Steh auf und geh umher!“ Geschwister, wisst ihr, was es heißt, zu anderen im Namen Jesu Christi, des Nazoräers zu reden? Was würdest du tun, wenn du nicht auf dem Grund des Todes, der Auferstehung und der Taufe ständest? Vielleicht würdest du niederknien und beten: „Herr, ich weiß nicht, ob dieser lahme Mann geheilt werden soll. Zeige uns, ob er geheilt werden soll. Wenn er geheilt werden soll, dann mach es uns bitte klar und gib uns die Kühnheit. Wenn er nicht geheilt werden soll, dann lassen wir es einfach.“ Dies war jedoch nicht die Erfahrung der Apostel. Sie hatten nicht die Empfindung, dass der Herr Seinen Namen bei sich behielte, und dass sie um Erlaubnis bitten müssten, um irgendetwas zu tun. Die Apostel erkannten, dass der Name Jesu, des Nazoräers ihnen gehörte; sie besaßen ihn und konnten ihn benutzen.

Was ist die Gemeinde? Die Gemeinde ist eine Gruppe von Menschen auf Erden, die den Namen des Herrn festhalten. Gott hat Menschen aus den Nationen in Seinen Namen hineinberufen. Dies ist die Gemeinde. Die Gemeinde hält auf Erden den Namen des Herrn aufrecht. Aus diesem Grunde kann die Gemeinde den Namen des Herrn benutzen und ihn auf die Menschen anwenden. Wir können sagen: „Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du Seinen Namen anrufst“ (Apg. 22:16). Als der Herr Jesus auf Erden war, sagte Er zu einer Frau: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden“ (Lk. 8:48). Ein anderes Mal sagte Er zu einem Gelähmten: „Sei guten Mutes, mein Sohn, deine Sünden sind vergeben“ (Mt. 9:2). Geschwister, wenn wir auf dem Grund der Taufe stehen und die Vision und Offenbarung haben, werden wir erkennen, dass wir für den Namen des Herrn verantwortlich sind. Wenn wir jemand das Evangelium predigen, und er nimmt es an, dann können wir in einem gewissen Sinn sagen: „Bruder, geh nach Hause; der Herr Jesus hat dir vergeben.“ Wir müssen nicht warten, bis er irgendetwas sagt, sondern wir können ihn als gerettet erklären.

Wegen der Heilung des Lahmen riefen die Obersten, Ältesten und Schriftgelehrten die Apostel in ihre Mitte und fragten sie: „In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan?“ (Apg. 4:7). Zu jener Zeit war Petrus mit Heiligem Geist erfüllt und sprach zu ihnen: „So sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten – in diesem Namen steht dieser gesund vor euch.“ Nachdem er dies gesagt hatte, erklärte er: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen“ (Apg. 4:10, 12). Nur dieser Name, dieser einzigartige Name kann uns erretten. Diesen Namen können wir benutzen und auf die Menschen anwenden.

DIE WIRKUNG AUF DEN TEUFEL

Diesen Namen können wir nicht nur auf den Menschen anwenden, sondern auch auf den Teufel. In Markus 16:17 heißt es: „In Meinem Namen werden sie Dämonen austreiben.“ Wie treiben wir denn in Seinem Namen Dämonen aus? Apostelgeschichte 16 berichtet davon, wie Paulus einer Magd begegnete, die von einem Geist besessen war. Viele Tage lang beunruhigte sie Paulus. Die Bibel sagt: „Paulus aber war aufgebracht.“ Er wurde unwillig über sie. Was tat er? Er betete nicht, und er tat auch nicht viele andere Dinge, sondern er drehte sich nur um und sagte zu dem Geist: „Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren“ (V. 18). Nur ein Befehlswort, und der Geist wich von ihr. Der Name des Herrn Jesus war Paulus anvertraut, und er benutzte diesen Namen. Wir müssen erkennen: Wenn uns der Name des Herrn anvertraut ist, dann wird er nicht mehr im Himmel aufbewahrt. Ist unser geistlicher Zustand normal, wird Sein Name in unserer Hand sein. Als Paulus aufgebracht war, befahl er dem Geist, auszufahren. Er betete nicht zum Herrn. Wir denken vielleicht, dass er nicht geistlich war, unabhängig handelte und den Willen Gottes nicht suchte, doch als Paulus dem Geist befahl, wich er. Was wirklich zählt, ist, ob wir vor Gott leben oder nicht, und ob wir auf dem richtigen Grund stehen. Wenn wir auf dem richtigen Grund stehen, werden wir sehen, dass der Name des Herrn in unserer Hand ist. Im Namen des Herrn zu sein ist kein leeres Wort, sondern der Name des Herrn ist ein Name, den wir benutzen können. Wir können diesen Namen anwenden, um zu wirken und um Dämonen auszutreiben.

In Lukas 10 sandte der Herr die Jünger aus. Er war noch nicht aufgefahren, doch Er handelte schon aus der Position der Auffahrt. Daher sagte Er: „Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen“ (V. 18). Als die Jünger hinausgingen, ging der Herr Jesus zwar nicht mit ihnen, aber sie nahmen Seinen Namen mit. Später kamen die Jünger zurück und berichteten dem Herrn: „Auch die Dämonen sind uns untertan in Deinem Namen“ (V. 17). Warum waren sie den Jüngern untertan? Weil die Jünger es „in Deinem Namen“ taten. Sie hielten den Namen des Herrn in ihren Händen, und somit war die Vollmacht in ihren Händen. Daher sagte der Herr Jesus: „Ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes …“ (V. 19). Geschwister, haben wir dies gesehen? Mit dem Namen des Herrn können wir gegen die ganze Kraft des Feindes vorgehen. Gott muss unsere Augen öffnen, damit wir sehen können, dass Er uns den Namen des Herrn Jesus gegeben hat; diesen hat Gott uns anvertraut.

DIE WIRKUNG GOTT GEGENÜBER

Außerdem ist uns der Name des Herrn nicht nur gegeben, um mit den Menschen umzugehen, sie zu retten und zu heilen, sowie um Vollmacht über die Dämonen zu haben und sie aus den Menschen auszutreiben; sondern die Tatsache ist noch viel kostbarer, dass der Name des Herrn uns in die Lage versetzt, zum Vater zu gehen und zu Ihm zu reden. Wenn wir auf diese Weise zum Vater gehen, muss Er uns antworten. In Johannes 14 bis 16 wird dreimal von dem Namen des Herrn gesprochen. Wir müssen mit Ehrerbietung sagen, dass der Herr Jesus sehr kühn war! Was sagte Er? „Und was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das werde Ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Wenn ihr Mich etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde Ich es tun“ (14:13-14). O, dieser Name ist über allen anderen Namen! Diesen Namen soll jede Zunge im Himmel, auf Erden und unter der Erde als Herrn bekennen. Es ist der Name, vor dem sich jedes Knie beugen soll! Dieser Name ist mächtig vor Gott; Er ehrt diesen Namen. Handeln wir in diesem Namen, dann erkennt Gott dies an. Der Herr sagte: „Ihr habt Mich nicht erwählt, sondern Ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in Meinem Namen, Er euch gebe“ (V. 15:16). Wiederum sagte Er: „Und an jenem Tag werdet ihr Mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in Meinem Namen, wird Er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in Meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, dass eure Freude völlig sei“ (16:23-24). Geschwister, können wir uns eine andere Verheißung vorstellen, die größer wäre als diese?

Was heißt nun, im Namen des Herrn Jesus zu beten? Im Namen des Herrn Jesus zu beten heißt, zu Gott zu sagen: „Ich bin nicht vertrauenswürdig, und ich bin nutzlos. Doch ich bete im Namen Jesu.“ Angenommen, du schickst einem Freund einen Brief durch einen Boten und bittest deinen Freund, durch den gleichen Boten eine bestimmte Summe Geldes zurückzugeben. Wenn dein Freund die Unterschrift sieht, sollte er dem Boten das Geld geben. Ist dies nicht in Ordnung? Wird dein Freund den Boten fragen: „Welche Ausbildung hast du? Was ist dein Familienhintergrund? Wer gehört zu deiner Familie? Was hast du für ein Temperament?“ Diese Fragen wird er sicherlich nicht stellen. Er kümmert sich nicht darum, wer der Bote ist. Er muss nur sicherstellen, dass der Brief deine Unterschrift trägt. Der Bote ist in deinem Namen gekommen, und du hast ihm dein Vertrauen geschenkt. Halleluja! Im Namen des Herrn Jesus vor Gott zu stehen heißt nicht, dass du auf Grund deines eigenen Verdienstes dort stehst, sondern auf Grund des Verdienstes des Namens des Herrn. Das heißt, du verlässt dich nicht auf das, was du bist oder sein wirst, sondern auf das, was der Name des Herrn ist. Viele Leute beten mit der Hoffnung, dass sie in der Zukunft erhört werden. Einige beten mit der Hoffnung, dass sie in ein paar Monaten oder ein paar Jahren erhört werden. Sie hoffen dies, weil sie erwarten, in ein paar Jahren besser zu werden. Aus diesem Grund erwarten sie, dass ihr Gebet erhört wird. Doch wir müssen erkennen, dass unser Gebet wegen Seines Namens und nicht wegen unseres Namens erhört wird. Daher müssen wir unser Fleisch völlig verleugnen und in dem Namen des Herrn Jesus sein. Aller Boden, den wir eingenommen hatten, wurde von Ihm gewonnen. Wir stehen wegen Ihm vor Gott und nicht wegen uns selbst; nicht auf Grund unserer Gerechtigkeit, sondern auf Grund Seines Blutes; nicht auf der Grundlage dessen, was wir wollen, sondern was Er möchte. Wir sind im Namen des Herrn.

Geschwister, die Erkenntnis des Namens des Herrn Jesus ist eine Offenbarung und keine Lehre. Der Tag wird kommen, an dem Gott unsere Augen öffnet, damit wir die Macht in diesem Namen, die Größe in diesem Namen sehen können; und welch ein Wunder es ist, dass Gott uns diesen Namen anvertraut hat. Weil Gott uns den Namen Seines Sohnes anvertraut hat, können wir sagen: „Gott, wir tun dies im Namen Deines Sohnes Jesus.“ Dies bedeutet: „Gott, Du glaubst uns. Du vertraust uns. Du übernimmst die Verantwortung für alles, was wir tun.“ Geschwister, da dieser Name in unsere Hände gelegt wurde, damit wir mit den Menschen und mit Gott umgehen sowie gegen den Teufel vorgehen können, sollten wir erkennen, dass wir ein ganz bestimmtes Leben führen müssen, bevor wir die Kraft haben, diesen Namen auch zu benutzen. Daher müssen wir lernen, jeden Tag das Kreuz zu erkennen, denn nur dann können wir diesen Namen auch anwenden. Geschwister, erinnert euch bitte daran, dass das Kreuz nicht von diesem Namen getrennt werden kann. Möge das Kreuz tief in uns wirken, und zwar bis zu dem Ausmaß, dass wir wissen, wie wir diesen Namen auf Menschen anwenden können, wie wir diesen Namen benutzen können, um gegen den Teufel vorzugehen, und wie wir zum Vater durch diesen Namen beten sollen. Möge der Herr der Gemeinde über diesen Namen überf ließende Erkenntnis geben, damit die Position, Vollmacht und Kraft in diesem Namen unter uns heute wiedergewonnen werden, und die Gemeinde durch diesen Namen viele geistliche Reichtümer empfängt.

Der Gebetsdienst der Gemeinde, Kap. 1, S. 53-68)

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