DER GOLDENE RÄUCHERALTAR (3)

Schriftlesung: 2.Mose 30:6-10; 40:5, 26-27; Ps. 84:3; 141:2; Offb. 8:3-6; 2.Mose 30:26-28

Über den Räucheraltar habe ich eine sehr große Last, weil einige Gesichtspunkte, die sich auf diesen beziehen, für uns recht neu sind. Daher wird es Zeit brauchen, damit wir in die Tiefe der Wahrheit im Hinblick auf den Räucheraltar gelangen können.

Wir müssen der Tatsache Aufmerksamkeit widmen, dass der Räucheraltar im Zentrum der Stiftshütte stand. Er war nicht außerhalb der Stiftshütte und er befand sich nicht im äußeren Vorhof. Wenn du das Schaubild von der Stiftshütte mit dem äußeren Vorhof zu Rate ziehst, das in Botschaft 147 gedruckt ist, wirst du sehen, dass der Räucheraltar im Zentrum der Stiftshütte war.

DER FLEISCH GEWORDENE GOTT

Im Hinblick auf die Stiftshütte heißt es in Johannes 1:14: “Und das Wort wurde Fleisch, und richtete sich ein als Stiftshüttete unter uns.“ Nach Johannes 1:1 ist das Wort, das Fleisch wurde, Gott selbst. Somit haben wir Gott, das Wort und die Stiftshütte. Diese Stiftshütte war Jesus, und Jesus ist der wahre Gott, denn Johannes 1:1 heißt: „Im Anfang war das Wort … und das Wort war Gott.“ Das Wort wurde Fleisch, und dieses Fleisch ist die Stiftshütte. Dadurch erkennen wir, dass die Stiftshütte eigentlich der Fleisch gewordene Gott ist. Mit anderen Worten: Jesus ist der Fleisch gewordene Gott.

Der Fleisch gewordene Gott ist verfügbar, damit wir mit Ihm Verbindung haben können. Wir können Ihn nicht nur berühren, sondern wir können auch in Ihn hineingehen. Dies bedeutet, dass wir gleichsam eine Reise durch die Stiftshütte unternehmen und deren Inhalt genießen können.

Wenn wir die Stiftshütte im zweiten Buch Mose betrachten, müssen wir davon beeindruckt sein, dass diese den Fleisch gewordenen Gott bedeutet. Gott ist unsichtbar, abstrakt und geheimnisvoll. Jedoch als die Stiftshütte wird der Fleisch gewordene Gott, dieser Unsichtbare, Abstrakte und Geheimnisvolle, wirklich, praktisch und konkret. Er wird berührbar und in einem sehr wirklichen Sinne sogar sichtbar. Aus diesem Grund heißt es in 1. Johannes 1:1: „Was von Anfang an war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens.“ Hier sehen wir, dass der Apostel Johannes den Fleisch gewordenen Gott berührte. Wir können sogar weiter gehen und sagen, dass man in den Fleisch gewordenen Gott hineingehen kann. Daher ist Er nun nicht nur sichtbar und berührbar – sondern Er ist auch begehbar.

CHRISTUS ALS DIE OPFER

Als der Herr als die Stiftshütte kam, kam Er auch als alle Opfer, denn in Johannes 1:29 heißt es: „Siehe, dass Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Wo nahm das Lamm Gottes die Sünde der Welt weg? Dies tat Er am Kreuz, das durch den Brandopferaltar versinnbildlicht wird. Christus ist als das Lamm Gottes die Opfer, die auf dem Altar dargebracht werden. Daher ist Er sowohl die Stiftshütte als auch die Opfer.

Christus ist sowohl der Fleisch gewordene Gott, in den wir hineingehen können, als auch die Opfer, die für uns gut zu essen sind. Das Essen der Opfer ist recht ungewöhnlich, weil das Ziel dieses Essens ist, dass wir in die Stiftshütte hineingehen. Hätten wir nur die Stiftshütte ohne die Opfer, insbesondere ohne das Sündund Übertretungsopfer, dann hätten wir ja nicht das Mittel, wodurch wir in Gott hineinkommen können. Denn das Mittel, durch das wir qualifiziert sind, in die Stiftshütte, in den Fleisch gewordenen Gott hineinzugehen, ist Christus als die Opfer. Aus diesem Grund sagt Er: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich“ (Joh. 14:6). Getrennt von Christus haben wir keinen Weg zum Vater. Hätten wir nicht Christus als die Opfer, dann könnte die Stiftshütte noch gegenwärtig sein, aber wir hätten keine Möglichkeit, in diese hineinzugehen.

Bist du der Ansicht, du wärst qualifiziert, in die Stiftshütte hineinzugehen, in den Fleisch gewordenen Gott hineinzukommen? Wir alle sind sündig, unrein und voller Übertretungen. Weil dies unser Zustand ist, stehen wir unter Gottes Verdammnis. Würden wir versuchen, in die Stiftshütte hineinzugehen, würden wir sterben. Was ist denn dann der Eingang in die Stiftshütte? Was ist der Weg, auf dem wir hineingehen können? Der Eingang, der Weg ist Christus als die Opfer.

Ohne den Brandopferaltar und die Opfer hätten wir keine Möglichkeit, in die Stiftshütte hineinzugehen. Aus diesem Grund spricht der Hebräerbrief von einem neuen Weg, der für uns eingeweiht ist: „Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den Er uns eingeweiht hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang – das ist durch Sein Fleisch“ (10:19-20). Das Blut der Opfer, das am Altar vergossen wurde, öffnet den Weg für uns, in die Stiftshütte einzutreten. Dies war das Blut, das von Christus am Kreuz vergossen wurde, als Er als unser Sündund Übertretungsopfer gekreuzigt wurde. Weil Sein Blut den Weg eröffnet, wird es zu dem Mittel, durch das wir qualifiziert sind, in Gott hineinzugehen.

Wenn wir in die Stiftshütte eintreten, sollten wir außerdem nicht innerlich leer sein, sondern vielmehr haben wir etwas, um uns innerlich zu füllen. Wir bringen Gott nicht nur die Opfer dar, sondern nachdem wir sie dargebracht haben, können wir einen Teil von ihnen zum Essen haben. So haben wir das Blut äußerlich und die Speise, das Fleisch der Opfertiere, innerlich. Das Blut des Opfers außen eröffnet den Weg, dass wir in Gott eintreten können, und das Fleisch füllt uns innerlich. So sind wir nicht mehr hungrig, wenn wir in die Stiftshütte hineinkommen. Nein, wir sind die, welche völlig gesättigt sind.

BETEN IN GOTT UND MIT GOTT IN UNS

Das Bild der Stiftshütte stellt Christus als den Fleisch gewordenen Gott dar, der verfügbar ist, dass wir in Ihn hineingehen können. Dieser Christus ist auch alle Opfer, um uns dadurch zu qualifizieren, dass der Weg in Gott hinein geöffnet wird und wir innerlich gefüllt werden. Als Ergebnis sind wir in Gott und Gott ist in uns. Dadurch sind wir zu der Zeit, wenn wir zum Räucheraltar kommen, schon in Gott, und Gott ist in uns. Weil der Räucheraltar im Zentrum der Stiftshütte steht, die den Fleisch gewordenen Gott bedeutet, heißt, an diesem Altar zu sein, im Fleisch gewordenen Gott zu sein. Wenn wir in Gott sind, ist Er außerdem in uns. Beim Altar im äußeren Vorhof erfahren wir die Opfer, und wir haben das Blut, um uns zu reinigen und das Fleisch, um uns innerlich zu sättigen. Dies qualifiziert uns, in den Fleisch gewordenen Gott einzutreten, den Einen, der in uns wohnt als unsere Speise, als unsere Lebensversorgung. Jeder, der zum Räucheraltar kommt, ist jemand, der in Gott ist, und der Gott in sich hat. Er ist eins mit Gott und mit Ihm vermengt. Was für eine großartige Tatsache ist dies!

Vielleicht bist du schon seit Jahren ein Christ ohne dir dessen bewusst zu sein, dass am Räucheraltar zu beten heißt, in Gott zu beten und mit Gott in uns zu beten. Solche, die jedoch lediglich auf eine natürliche Weise beten, mögen von Gott sehr weit entfernt sein, und ihr Gebet enthält vielleicht gar nicht das Element Gottes. Obwohl sie zu Gott beten, sind sie doch weit entfernt von Ihm. Wenn die Juden beten, sind sie vielleicht Gott viel näher als die Heiden, aber sie sind immer noch außerhalb von Ihm. Außerdem mögen Christen, die Mangel an Erleuchtung und Erfahrung haben, oder die gleichgültig sind, am Altar im äußeren Vorhof einige Gebete darbringen, aber vielleicht verfehlen sie es, zum Räucheraltar in der Stiftshütte zu kommen, um zu beten. Wo bist du, wenn du betest? Bist du am Altar im äußeren Vorhof, oder bist du in der Stiftshütte, im Fleisch gewordenen Gott? Immer, wenn wir beten, sollten wir in unserer Erfahrung in Gott sein, und gleichzeitig sollte Er in uns sein. Während wir zu Ihm beten, sollten wir in Ihm sein, und Er sollte in uns beten.

Durch das Essen eines gesunden Mahles mit Energie versorgt zu werden kann benutzt werden, um die Erfahrung zu veranschaulichen, dass Gott in uns betet, während wir in Ihm und zu Ihm beten. Angenommen, am Abend findet eine Versammlung des Dienstes statt. Vor der Versammlung esse ich zu Abend und werde durch die Speise, die ich gegessen habe, mit Energie versorgt. Wenn ich dann zur Versammlung komme, um zu reden, bin ich voller Energie. Während ich rede, versorgt die Speise, die ich am Abend gegessen habe, mich mit Energie. Wenn wir in Gott und mit Gott in uns beten, dann betet Er nach dem gleichen Prinzip in uns.

Einerseits ist Christus die Stiftshütte, und andererseits ist Er die Speise. Wir gehen in Ihn hinein als die Stiftshütte, und Er kommt in uns hinein als die Speise. Als Speise ist Christus nicht gewöhnlich, sondern vielmehr ist Er heilige Speise, Gott dargebrachte Speise. Als Priester, die in die Stiftshütte kommen, um am Räucheraltar zu beten, essen wir keine gewöhnliche Speise, sondern wir essen heilige Speise, die Gott dargebracht worden ist. Wir essen überhaupt keine Speise, die nicht zuerst zu einem Opfer geworden ist. Mit anderen Worten: Wir essen überhaupt nichts, was nicht Christus ist. Christus wurde als Speise für uns zuerst Gott dargebracht. Halleluja, wir können im Fleisch gewordenen Gott sein, und dieser wahre Gott ist die Speise in uns, die uns mit Energie versorgt!

CHRISTUS ALS WEIHRAUCH VERBRENNEN

Nach der Vorbilderlehre gibt es keinen Hinweis dafür, dass der Räucheraltar ein Ort zum Beten ist. Dies ist unsere Auslegung. Der Räucheraltar ist ein Ort, um Weihrauch zu verbrennen, und das Verbrennen des Weihrauchs versinnbildlicht das Beten. Wie sollten wir am Räucheraltar beten? Da wir nun in Gott sind, und Er in uns ist, und da wir nun am Räucheraltar sind, müssen wir den Weihrauch verbrennen. Aber was ist dieser Weihrauch? Der Weihrauch ist Christus. Christus ist die Stiftshütte, Christus ist die Opfer, und Christus ist auch der Weihrauch. Daher bedeutet Weihrauch zu verbrennen, Christus zu beten.

Offenbarung 8:3 und 4 heißt: „Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, und Er hatte ein goldenes Räucherfass; und es wurde Ihm viel Räucherwerk gegeben, damit Er es für die Gebete aller Heiligen auf den goldenen Altar gebe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen auf aus der Hand des Engels vor Gott.“ Dieser Engel ist Christus, der Eine, der Seinen Weihrauch den Gebeten der Heiligen hinzufügt. Dieser Weihrauch ist es, nicht die Gebete der Heiligen, der bewirkt, dass der Rauch aufsteigt. In unseren Gebeten brauchen wir Christus als den Weihrauch mit dem Rauch, der aufsteigt. Der Punkt hier ist, dass den Weihrauch zu verbrennen eigentlich bedeutet, Christus zu beten.

Wenn wir sehen, dass den Weihrauch zu verbrennen heißt, Christus zu beten, schämen wir uns über die Art und Weise, wie wir in der Vergangenheit oft gebetet haben. Wir haben viele Dinge gebetet, die gar nicht Christus sind. Anstatt Christus als den Weihrauch zu verbrennen, haben wir fremden Weihrauch verbrannt. Wir haben fremden Weihrauch dargebracht, etwas anderes als Christus selbst. Doch wir sollten nichts anderes außer Christus als Weihrauch darbringen. In der Vergangenheit gab es viel fremden Weihrauch in unseren Gebeten; es gab viele Dinge, die nicht Christus waren.

Am Räucheraltar sollten wir weder Brandopfer noch Speisopfer darbringen, noch sollten wir ein Trankopfer ausgießen. All diese Opfer sollten am ersten Altar dargebracht werden, dem Opferaltar im äußeren Vorhof. Auf dem Räucheraltar ist der Weihrauch das Einzige, was geopfert werden sollte.

Wenn wir zum letzten Teil von 2. Mose 30 kommen, werden wir sehen, dass der Weihrauch den auferstandenen und aufgefahrenen Christus versinnbildlicht. Jedoch alle Opfer, mit der Ausnahme des Schwingund des Hebopfers, sind Sinnbilder auf Christus als den Einen, der von Gott gerichtet wurde und für uns starb. Der auferstandene und aufgefahrene Christus ist der Einzige, der Gott annehmbar ist. Er wird von Gott aufgenommen und angenommen. Daher wird Er zu einem lieblichen Wohlgeruch für Gott. Dieser Wohlgeruch sollte als der Weihrauch in unserem Gebet sein. Wie wir gezeigt haben, bedeutet dies: Wenn wir beten, sollten wir Christus beten.

Wenn einige dieses Wort darüber hören, Christus als den Weihrauch zu verbrennen, Christus zu beten, fragen sie vielleicht: „Morgen werde ich auf eine lange Reise gehen. Brauche ich dann nicht für eine sichere Reise zu beten?“ Diese Frage zeigt jedoch, dass es im Gebet dieses Menschen sehr viel fremden Weihrauch gibt. Ich denke nicht, dass solch einer am Räucheraltar in der Stiftshütte betet.

Auf der Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten war ein Deckel, welcher der Sühnedeckel hieß. Jener aus Gold gemachte Deckel war der Ort, wo Gott Seinem Volk begegnete. Die „King James Version“ beschreibt diesen Deckel als den Gnadenstuhl. Schließlich wird der Gnadenstuhl der Stiftshütte im zweiten Buch Mose zum Thron der Gnade, von dem in Hebräer 4 gesprochen wird. Dies bedeutet, dass der Thron der Gnade der Sühnedeckel ist, der Deckel, welcher die Lade des Zeugnisses bedeckt. Einerseits ist dieser Deckel im Hinblick auf die Sühnung der Sühnedeckel, andererseits ist er im Hinblick auf Gottes Ratschluss der Thron der Gnade, der Ort, wo Gott den Menschen Seine Gnade verleiht. Außerdem ist er nach dem Buch der Offenbarung der Thron der Autorität, der Thron der göttlichen Verwaltung. Daher ist der Gnadenstuhl, der Thron der Gnade und der Thron der Verwaltung ein Gegenstand.

In Kapitel zwei und drei des Buches der Offenbarung haben wir die Gemeinde, und Kapitel vier und fünf stellen den Thron Gottes dar. Der Thron in Offenbarung 4 und 5 ist der Thron der Autorität, der Thron der göttlichen Verwaltung über dem ganzen Universum. Daher ist dem Universum insgesamt gegenüber dies der Thron der Autorität Gottes, aber für uns ist es der Thron der Gnade. Es ist der Ort, der Sühnedeckel, wo wir mit Gott Verbindung aufnehmen und Gnade empfangen können.

Im Buch der Offenbarung steht der Räucheraltar direkt vor dem Thron der Autorität Gottes. Nach Offenbarung 8 kommt Christus als ein anderer Engel und fügt den Gebeten der Heiligen Seinen Weihrauch hinzu. Dieser Weihrauch steigt dann zu Gott auf dem Thron der Verwaltung auf, und Gott erhört die Gebete der Heiligen. Als Ergebnis kommt Feuer auf die Erde herab, um die göttlichen Gerichte zu vollstrecken, die in dem Rest des Buches der Offenbarung berichtet werden. Dies ist ein Bild des Räucheraltars, welcher der verwaltende Thron Gottes ist, damit Gott in Seiner Verwaltung Seine Gerichte vollstrecken kann. Es ist wichtig für uns zu sehen, dass die Vollstreckung der Verwaltung Gottes durch die Gebete angeregt wird, die Ihm vom Räucheraltar aus dargebracht werden.

CHRISTUS BETEN

Angenommen, du kommst zum Räucheraltar um zu beten. Wie willst du denn an diesem Altar beten? Willst du für die Reise beten, die du anzutreten beabsichtigst? Willst du für deine Arbeitsstelle beten? Es ist erbärmlich, dass so viele heutige Christen nur für solche Dinge beten. Würden sie nicht für materielle Dinge beten, hätten sie nur Weniges, wofür sie sonst beten sollten. Es hat den Anschein, dass sie nicht wissen, wie man für Gottes Ökonomie beten soll. Für sie hört es sich fremdartig an, davon zu hören, Christus zu beten. Diese Worte sind für sie eine Fremdsprache. Aber eigentlich ist es nicht fremdartig, Christus zu beten, sondern vielmehr ist es eigenartig, für viele andere Dinge zu beten anstelle von Christus. Es ist für Gläubige sehr normal, Christus zu beten. Sollten wir weiterhin über Transport, Wohnung und Arbeitsstellen beten, sagt Gott vielleicht: „Warum betest du über so viele eigenartige Dinge? Warum betest du für ein besseres Haus oder für eine bessere Arbeit? Mein Verlangen ist doch, dass du Christus betest, wenn du betest.“

Gott werden von Christen Tausende von Gebeten dargebracht, aber darin ist wenig Vollstrecken des Vorsatzes Gottes enthalten. Christen beten zwar immer wieder, doch darin ist nur sehr wenig Austeilung der versorgenden Gnade Gottes enthalten. Wer weiß heute, wie man auf solch eine Weise betet, dass man den Thron der Gnade anregt, Gottes Lebensversorgung als Gnade an alle Bedürftigen auszuteilen? Kaum ein Gläubiger weiß, wie man so betet. Wer weiß ebenso überhaupt, wie man betet, um den Thron der Autorität anzuregen, die göttliche Verwaltung zu vollstrecken? Noch einmal ist es so, dass nur sehr wenige wissen, wie man auf diese Weise betet. In einem praktischen Sinne sind viele, die beten, nicht einmal im äußeren Vorhof, geschweige denn in der Stiftshütte. Wenn sie zu Gott beten, sind sie eigentlich weit entfernt von Ihm.

Im Licht dessen, was wir in dieser Botschaft behandelt haben, müssen wir alle dreierlei sehen. Erstens, wenn wir beten, sollten wir in der Stiftshütte sein. Zweitens, wenn wir beten wollen, sollten wir zuerst durch Essen heiliger Speise gesättigt sein. Drittens wenn wir beten, sollten wir Gott Weihrauch darbringen. Dies bedeutet: Wenn wir beten, sollten wir in Gott beten, wir sollten mit Gott in uns als unsere Energie verleihende Versorgung beten, und wir sollten mit Christus als dem Weihrauch beten. Dann sollten wir Gott Weihrauch verbrennen. Ich glaube, wenn wir diese Sicht über das Gebet haben, wird unser Gebetsleben revolutioniert werden. Mögen wir alle diese Sicht haben und solch eine Umwälzung erfahren.

Lebensstudium des 2. Buches Mose, Band 7, Botschaft 147, S. 1739-1747)

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