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Nichtigkeit der Nichtigkeiten, die Wirklichkeit in Jesus und die Offenbarung der Söhne Gottes

„Nichtigkeit der Nichtigkeiten; alles ist Nichtigkeit“ – Pred. 1:2. In Prediger sehen wir, dass das Thema dieses Buches die Nichtigkeit der Nichtigkeiten ist: Der zentrale Gedanke des Buches Prediger ist die Nichtigkeit der Nichtigkeiten des menschlichen Lebens unter der Sonne in seinem Abfall von Gott. Der Inhalt des Buches Prediger ist eine Beschreibung des menschlichen Lebens der gefallenen Menschheit unter der Sonne, ein Leben in der verdorbenen Welt. Die Lehren Salomos im Buch Prediger zeigen, dass das menschliche Leben in der verdorbenen Welt Nichtigkeit ist, ein Haschen nach Wind. Egal, wie gut, ausgezeichnet, herrlich und wunderbar etwas sein mag, solange es von der alten Schöpfung ist, ist es Teil der Nichtigkeit der Nichtigkeiten unter der Sonne. Nur die neue Schöpfung, die im Himmel und nicht „unter der Sonne“ ist, ist keine Nichtigkeit, sondern Wirklichkeit. Nicht nur Solomo, sondern In Psalm 39:5–7 erkannte auch David, dass sein Leben wie ein Nichts und Nichtigkeit war.

Der Mensch wurde ursprünglich von Gott mit dem höchsten und edelsten Vorsatz erschaffen, nämlich Gott in Seinem Ebenbild mit Seinem göttlichen Leben und Seiner Natur zum Ausdruck zu bringen. Aber Gottes Feind, Satan, der Teufel, kam herein, um Sich Selbst als Sünde in den Menschen zu injizieren, der von Gott für Seinen Vorsatz geschaffen wurde. Durch den Sündenfall wurden der Mensch und alle geschaffenen Dinge, die Gott seiner Herrschaft anvertraut hatte, der Nichtigkeit unterworfen; so wurde auch das menschliche Leben in der verdorbenen Welt zu Nichtigkeit. Wir können dieser Nichtigkeit entkommen, wenn wir zu Gott zurückkehren und Gott in Christus als Erlösung, Leben, Reichtum, Genuss, Vergnügen und Zufriedenstellung nehmen, damit wir immer noch von Gott benutzt werden können, um Seinen ursprünglichen Vorsatz zu erfüllen, den Er fasste, als Er den Menschen für die Erfüllung Seiner ewigen Ökonomie erschuf. Obwohl das menschliche Leben in der verdorbenen Welt eine Nichtigkeit ist, ein Haschen nach Wind, sagt Prediger 3:11, dass Gott „die Ewigkeit” in das Herz des Menschen gelegt hat. Diese Ewigkeit ist ein von Gott eingepflanztes Suchen nach einem Sinn, das durch die Zeitalter hindurch am Wirken ist, das nichts unter der Sonne als Gott allein befriedigen kann. Gott schuf den Menschen in Seinem Bild und formte in ihm einen Geist, damit der Mensch Ihn aufnehme und enthalte und ein Herz habe, das Gott Selbst sucht, damit Gott die Zufriedenstellung des Menschen sein kann. Zeitliche Dinge können den Menschen niemals zufrieden; nur der ewige Gott, der Christus ist, kann die tiefe Suche nach einem Sinn im Herzen des Menschen zufriedenstellen.

In Epheser 4:17 ermahnt Paulus die Gläubigen, nicht mehr so zu wandeln, „wie die Heiden auch wandeln, in der Nichtigkeit ihres Verstandes“. Das Grundelement im täglichen Leben der gefallenen Menschheit ist die Nichtigkeit des Verstandes. Sie wandeln ohne Gott in der Nichtigkeit ihres Verstandes und werden von ihren nichtigen Gedanken kontrolliert und gelenkt. In Epheser 4:21 gibt es einen Gegensatz zwischen der Wirklichkeit in Jesus und der Nichtigkeit des gefallenen menschlichen Verstandes. Im gottlosen Wandel des gefallenen Menschen gibt es Nichtigkeit, aber im gottgefälligen Leben Jesu gibt es Wirklichkeit. Die Wirklichkeit in Jesus ist „die Wirklichkeit“ des neuen Menschen, der in Vers 24 erwähnt wird. Die Wirklichkeit in Jesus ist der tatsächliche Zustand des Lebens Jesu, wie es in den vier Evangelien aufgezeichnet ist. Das menschliche Leben Jesu war gemäß der Wirklichkeit, das heißt gemäß Gott Selbst. Alles, was der Herr in Seinem menschlichen Leben tat, war der Ausdruck Gottes und war daher Wirklichkeit. Das Leben Jesu gemäß der Wirklichkeit ist das Muster für das Leben der Gläubigen. Wir müssen Christus lernen und in Ihm gelehrt werden, ein Leben der Wirklichkeit zu führen. Wir können in der Wirklichkeit leben, die in Jesus ist, weil „wir in dem Wahrhaftigen sind“ (1.Joh. 5:20). Der Wahrhaftige bezieht sich darauf, dass Gott für uns subjektiv wird, darauf, dass der objektive Gott in unserem Leben und in unserer Erfahrung zum Wahrhaftigen wird. In dem Wahrhaftigen zu sein bedeutet, in Seinem Sohn Jesus Christus zu sein, denn der Herr Jesus, der Sohn Gottes, ist der wahrhaftige Gott.

Weil die Schöpfung der Nichtigkeit unterworfen worden ist, wartet die Schöpfung sehnsüchtig auf die Offenbarung der Söhne Gottes „in der Hoffnung, dass auch die Schöpfung selbst von der Sklaverei der Verderblichkeit befreit werden wird in die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm. 8:19–22:77). Offenbarung ist eine Enthüllung oder eine Erscheinung von etwas, das zuvor verdeckt oder verborgen war. Beim zweiten Kommen des Herrn, wenn wir verherrlicht werden und unsere Leiber vollständig erlöst werden, wird der Schleier aufgehoben werden. Die Schöpfung, die „bis jetzt zusammen seufzt und zusammen in Wehen liegt“, wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Diese Offenbarung wird die Vollendung des Prozesses der Bestimmung sein, den wir jetzt durchlaufen. Obwohl die gesamte Schöpfung gegenwärtig in einem Zustand der Nichtigkeit und Verderblichkeit gehalten wird, wird Gott Sein Königreich herbeiführen, um mit dem gegenwärtigen Zustand abzurechnen. Das kommende Königreich wird ein Königreich der Herrlichkeit Gottes sein, ein Königreich, das sich in erster Linie aus den offenbarten Söhnen Gottes zusammensetzt. Gottes Herrlichkeit geht mit Seinem Königreich einher und kommt im Bereich Seines Königreichs zum Ausdruck. Die Schöpfung erwartet sehnsüchtig und wartet sehnlichst auf das kommende Königreich Gottes; zur Zeit der Offenbarung des Königreichs wird die ganze Schöpfung befreit werden, und die offenbarten Söhne Gottes werden von der Nichtigkeit befreit werden und „wie die Sonne im Königreich ihres Vaters erstrahlen“ (Mt. 13:43).