Die Auffahrt des Sohnes und die Taufe im Geist (4)
Die Leitung durch den Geist
In Apostelgeschichte 8:29 und 39 genoss der Evangelist Philippus die Leitung durch den Geist: „Der Geist aber sprach zu Philippus: Nähere dich diesem Wagen und schließe dich ihm an!“ und „Und als sie aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus.“ In Apostelgeschichte 13:2 erfreuten sich die Brüder in Antiochien der Leitung durch den Geist, als Barnabas und Saulus für das Werk ausgesondert wurden: „Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sagte der Heilige Geist: Sondert Mir doch Barnabas und Saulus für das Werk aus, zu dem Ich sie berufen habe.“ In Kapitel 15:28 sandten die Brüder einen Brief an die Gemeinden aus den Heiden, was auch die Leitung durch den Geist offenbarte: “Denn es schien dem Heiligen Geist und uns gut, euch keine größere Last aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge.“
In Kapitel 16:6 verwehrte es der Heilige Geist dem Paulus und Timotheus, das Wort in Asien zu reden. Und danach heißt es: „Und als sie nach Mysien gekommen waren, versuchten sie, nach Bithynien zu gelangen, doch der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht“ (V. 7). Paulus und Timotheus wurden vom Geist Jesu geleitet. „Der Geist Jesu“ ist ein besonderer Ausdruck und unterscheidet sich in seiner Bedeutung vom „Geist Gottes.“ Da Jesus ein Mensch war und immer noch ein Mensch ist, so ist der „Geist Jesu“ der Geist des Menschen Jesus. Weil der Geist Jesu das Menschsein besitzt, konnte Er die Apostel leiten, die damit beschäftigt waren, in ihrem Menschsein den auferstandenen und aufgefahrenen Christus unter den Menschen auszubreiten.
In Kapitel 20:23 erklärte Paulus, dass ihm der Heilige Geist von Stadt zu Stadt feierlich bezeugte, dass Fesseln und Bedrängnisse auf ihn warteten. Einerseits war dies Paulus gegenüber das Zeugnis des Heiligen Geistes, andererseits stellte es aber auch eine Art Leitung für ihn dar. In Vers 28 desselben Kapitels sagte Paulus den Ältesten der Gemeinde in Ephesus, dass der Heilige Geist sie als Aufseher gesetzt habe, die Gemeinde Gottes zu weiden. Die Ältesten der Gemeinden wurden von den Aposteln eingesetzt (14:23). Doch Paulus sagte hier, der Heilige Geist habe die Ältesten als Aufseher eingesetzt, die Gemeinde zu weiden. Dies macht deutlich, dass das Einsetzen der Ältesten durch die Apostel unter der Leitung des Heiligen Geistes geschah. In Kapitel 21:4 sagten die Jünger in Tyrus dem Paulus durch den Geist, er sollte Jerusalem nicht betreten. Dies war eine direkte Leitung des Geistes, die Paulus durch einige Jünger erfuhr. In Vers 11 desselben Kapitels nahm der Prophet Agabus den Gürtel des Paulus und band sich damit die Füße und Hände und sprach: „So spricht der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem auf diese Weise binden und in die Hände der Heiden übergeben.“ Dies war eine Prophezeiung, die Paulus erkennen ließ, dass der Heilige Geist ihn leitete. Jede dieser Begebenheiten zeigt uns, dass die Apostel und die Jünger in der Apostelgeschichte Menschen waren, die in ihrem täglichen Leben, in ihrem Handeln und Wirken, in ihrer Arbeit, auf ihren Reisen und in allem, was sie taten, vom Geist geleitet wurden, wobei dieser Geist nicht nur der Heilige Geist Gottes, sondern auch der Geist Jesu ist.
(Gottes neutestamentliche Ökonomie, S. 147–149)
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