Der umwandelnde Geist
Die Gemeinschaft des Geistes
Der zweite Korintherbrief schließt mit einem wunderbaren Vers ab: „Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“ (13:14). Manche Denominationen im Christentum gebrauchen diesen Vers als einen Segensspruch. Oft wird er vom Pfarrer am Ende des Gottesdienstes zitiert. Und ist der Pfarrer damit fertig, sagt die Gemeinde darauf Amen, und alle gehen nach Hause. Wisst ihr, was dieser Vers wirklich bedeutet? Eigentlich zitiert man diesen Vers nur aus Tradition, als eine Art Segen. Der Pfarrer wiederholt diesen Vers jeden Sonntag, und die Gemeinde sagt jedesmal wieder Amen, ist sich dabei aber über den eigentlichen Inhalt dieses Verses nur wenig im Klaren. Wenn wir nicht wissen, was Umwandlung bedeutet, können wir diesen Vers auch nicht richtig verstehen.
Die Gnade Christi ist das reiche Element Christi, die Liebe Gottes ist das reiche Element Gottes, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes ist die Gesamtheit der reichen Elemente Christi und Gottes. Diese Elemente werden in unser Sein hinein übertragen, damit wir in praktischer Weise geistlichen Genuss erfahren. In dieser Gemeinschaft genießen wir die reichen Elemente des Dreieinen Gottes, und durch diese Elemente werden wir umgewandelt. Tag für Tag und Stück für Stück werden die reichen Elemente des Dreieinen Gottes unserem Sein hinzugefügt, und wir werden umgewandelt.
Damit schließt die Vision von Gottes neutestamentlicher Ökonomie im zweiten Korintherbrief. Dieser Brief zeigt uns den umwandelnden Geist als die Vollendung des Dreieinen Gottes. Dieser umwandelnde Geist überträgt das reiche Element des Dreieinen Gottes in unser Sein hinein, um uns in Sein Bild umzuwandeln und uns so zu Seinem Ausdruck zu machen. Dies ist der umwandelnde Geist, der uns im zweiten Korintherbrief offenbart wird.
(Gottes neutestamentliche Ökonomie, S. 183–184)
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