Das Prinzip des Kreuzes

Das Ende der alten Schöpfung

Lobt den Herrn, eines Tages geschah etwas: Gott Selbst wurde Fleisch, und zwar eben in diesem Menschen! Das heißt, dass Gott die ganze Schöpfung auf Sich nahm und anzog. Als Gott den Menschen anzog, zog Er alle Dinge der alten Schöpfung an. …

Er hat jedoch nicht nur den Menschen angezogen, sondern auch Satan, das Reich Satans, die Welt, die Sünde, die Sünden, das Fleisch usw. Auch hier müssen wir wieder sorgfältig unterscheiden. Der Herr kam ins Fleisch als ein Mensch, nicht als eine Schlange; als Er aber gekreuzigt wurde, wurde Er als ein Mensch in der Gestalt der Schlange gekreuzigt. Warum? Weil der Mensch damals bereits eins war mit Satan, mit der Schlange. Demgemäß haben der Herr Jesus und sogar Johannes der Täufer die Pharisäer als den Samen der Schlange und eine Otternbrut bezeichnet. Sie waren deshalb der Same, die Nachkommen der Schlange, weil sie das Leben der Schlange besaßen; die giftige Natur der Schlange befand sich in ihnen. In Gottes Augen waren sie als sündige Menschen selbst zur Schlange geworden. Der Herr jedoch besaß, als Er ins Fleisch kam und ein Mensch wurde, nur die Gleichgestalt des Fleisches der Sünde, nicht die sündige Natur, welche die sündigen Menschen haben. Gleich der ehernen Schlange am Pfahl besaß der Herr nur die Gestalt der Schlange, nicht ihre Natur und ihr Gift. …

Wir müssen einen tiefen Eindruck empfangen von dem Tod, den Christus am Kreuz gestorben ist. Dies war ein allumfassender Tod, und deshalb müssen auch wir ihn erfahren. Alles, was wir haben, was wir sind, was wir tun und womit wir in Verbindung stehen, ist ans Kreuz geschlagen worden. Das Kreuz bedeutet das Ende aller Dinge, zu denen wir in Beziehung stehen. Alles ist bereits erledigt und gekreuzigt. Das Kreuz ist die einzige Basis für alles, was wir sind und haben. Wir müssen alles ans Kreuz bringen, unser Wissen, unsere Weisheit, unsere Fähigkeit usw. Dies ist das Prinzip des Kreuzes. Es gibt keine andere Basis. Wir denken vielleicht, wir seien so „gut“. Besonders die jungen Leute halten sich immer für sehr gut: „Wir sind jung, wir sind gut, wir sind nicht wie die Alten …“ Es spielt keine Rolle, wie gut wir sind – auf jeden Fall müssen wir zum Kreuz kommen. Wir müssen gekreuzigt und ausgekreuzt werden. Je besser wir sind, desto nötiger ist es, dass wir ausgekreuzt werden. Sei nie stolz darauf, dass du so gut bist. Ob gut oder schlecht, auf jeden Fall müssen wir durch das Kreuz hindurchgehen. Wir sollten uns nicht falsch einschätzen. Es gibt nur einen einzigen Maßstab für jede Einschätzung, nämlich den, dass wir uns selbst in den Tod zu geben haben.

(Die Ökonomie Gottes, S. 138–140)

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