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Den allumfassenden, weiten Christus als das Geheimnis Gottes kennen und erfahren

In Kolosser 2:2 steht: „damit ihre Herzen getröstet werden, indem sie in Liebe und zu allem Reichtum der völligen Gewissheit des Verständnisses verknüpft werden, zur völligen Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, Christus“. Gott Selbst ist ein Geheimnis und das Geheimnis Gottes weist auf etwas Unbegreifliches und Unerklärliches hin. Christus ist das Geheimnis dieses Geheimnisses. Als das Geheimnis Gottes ist der allumfassende, weite Christus die Definition, die Erklärung und der Ausdruck Gottes (Joh. 1:1, 14). Als das Geheimnis Gottes ist Christus die Geschichte Gottes; die ganze „Geschichte“ Gottes ist in Christus und ist Christus. Die Geschichte Gottes bezieht sich auf den Prozess, durch den Er in Christus gegangen ist, damit Er in uns hineinkommen kann und wir in Ihn hineingebracht werden können; dieser Prozess umfasst die Fleischwerdung, das menschliche Leben, die Kreuzigung, die Auferstehung, die Auffahrt, die Verherrlichung und die Erhebung auf den Thron. 

Im allumfassenden, weiten Christus als dem Geheimnis Gottes sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen (Kol. 2:3). Die Weisheit ist mit unserem Geist verbunden und die Erkenntnis ist mit unserem Verstand verbunden. Gott ist die alleinige Quelle der Weisheit und der Erkenntnis (Röm. 16:27). Paulus wies hier insbesondere hin, die geistliche Weisheit und Erkenntnis der göttlichen Ökonomie in Bezug auf Christus und die Gemeinde, sind in Christus verborgen, der das Geheimnis Gottes ist. 

Kolosser 2:9 sagt, „denn in Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“. Als das Geheimnis Gottes ist Christus die Verkörperung der Fülle der Gottheit. „Die ganze Fülle der Gottheit“ bezieht sich auf die gesamte Gottheit, auf den vollständigen Gott. Christus als die Verkörperung der Fülle der Gottheit bedeutet, dass die Fülle des Dreieinen Gottes in Christus in leibhaftiger Form wohnt. Dies beinhaltet den physischen Leib, den Christus in Seiner Menschlichkeit angezogen hat, und es zeigt, dass die ganze Fülle der Gottheit in Christus als demjenigen wohnt, der einen menschlichen Leib hat. Vor Seiner Fleischwerdung wohnte die Fülle der Gottheit zwar in Christus als dem ewigen Wort, jedoch nicht leibhaftig (Joh. 1:1). Nachdem Er Fleisch geworden war, bekleidet mit einem menschlichen Leib, begann die Fülle der Gottheit leibhaftig in Ihm zu wohnen; und jetzt und auf ewig wohnt sie in Seinem verherrlichten Leib (Phil. 3:21). 

„Fülle“ in Kolosser 2:9 bezieht sich nicht auf den Reichtum Gottes, sondern auf den Ausdruck des Reichtums Gottes. Der Reichtum ist die Menge eines Objekts, während die Fülle das Ausströmen, das Überfließen, des Objekts ist, um zum Ausdruck des Objekts zu werden. Die Fülle Gottes ist das Überfließen Seines Reichtums und dieses Überfließen ist der Ausdruck Gottes. Die Fülle der Gottheit ist der Ausdruck der Gottheit, der Ausdruck dessen, was Gott ist. Die Gottheit wird sowohl in der alten Schöpfung, im Universum, als auch in der neuen Schöpfung, in der Gemeinde, zum Ausdruck gebracht (1:15, 18). 

Als der Sohn Gottes als Mensch Fleisch wurde, war die Fülle Gottes mit Ihm und aus dieser Fülle haben wir alle Gnade um Gnade empfangen. Gnade in Johannes 1:16 bezieht sich nicht auf den Reichtum der Gnade, sondern auf die Fülle der Gnade; der Reichtum der Gnade ist in Gott, doch die Fülle der Gnade ist in Christus Jesus. Die Gnade, die wir empfangen, ist die Fülle der Gnade; seit der Zeit, als wir gerettet wurden, können wir Gnade um Gnade empfangen. Das kann mit den sich in Wogen auf und nieder bewegenden Wellen des Meeres verglichen werden, die unaufhörlich Welle um Welle heranrollen. 

Als Gläubige an Christus werden wir in Christus erfüllt, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt (Kol. 2:9–10). Das griechische Wort, das in Vers 10 mit „erfüllt“ übersetzt wurde, schließt Vervollständigung, Vervollkommnung ein. Alle, die an Christus glauben, sind in Christus hineingesetzt worden; deshalb sind wir mit Ihm identifiziert und mit Ihm eins. Weil wir mit Christus eins sind, haben wir an allem teil, was Er vollbracht, erlangt und erreicht hat. Alles, wodurch Er gegangen ist, ist jetzt unsere Geschichte, und alles, was Er erreicht und erlangt hat, ist unser Erbe. Das Ergebnis ist, dass alles, was Er ist und was Er hat, uns gehört, und alles, was Er erfahren hat, zu unserer Geschichte geworden ist (Kol. 2:11–13; 3:1). Weil diese Fülle allumfassend ist, vollbringt sie alles für uns; sie stellt uns vollkommen zufrieden und versorgt uns; sie erfüllt uns auch, d. h. sie macht uns vollkommen und vollständig. Wir müssen vollständig erkennen, was wir in Christus haben, und Glauben üben, um an allem teilzuhaben, was uns in Christus gehört (Eph. 3:17).