Der Neue Bund (3)

Der Grund, warum ein Bund eine Verheißung und eine Tatsache beinhaltet

„Denn dies ist Mein Blut des Bundes, das für viele zur Vergebung der Sünden vergossen wird“ (Mt. 26:28). Der Kelch ist der Kelch des Neuen Bundes, und das Blut ist im Neuen Bund. Der Neue Bund ist im Blut des Neuen Bundes. Das Blut des Neuen Bundes hat eine wunderbare Wirkung, nämlich die Reinigung von den Sünden. Der direkte Zweck des Vergießens des Blutes des Herrn Jesus bestand darin, den Bund zu schließen. Wie seltsam ist es, dass man sein Blut vergießen muss, um einen Bund zu schließen! Weshalb ist ein Bund nur wirksam, wenn Blut vergossen wird? Ich glaube fest, dass wir nicht so gebunden, eingeschränkt und kraftlos wären und wir nicht nur ein paar Gebetserhörungen und ein paar Resultate in unserer Arbeit empfangen würden, wie es heute der Fall ist, wenn jeder Christ wüsste, dass das Blut des Herrn Jesus einen Bund geschlossen hat. Geschwister, wir sind in einem solchen gefallenen Zustand, weil wir den Neuen Bund beiseite gelegt haben. Wir kennen zwar den Begriff Neuer Bund, doch haben wir vergessen, ihn anzuwenden. Deshalb sind wir in einem solchen gefallenen Zustand. … 

Was den Zustand in Eden betrifft, ist das Blut des Herrn Jesus notwendig. Was das Gesetz betrifft, ist das Blut des Herrn Jesus auch notwendig. Was war das Bild der Verbannung aus Eden? Es war ein Verlust der Stellung, des Erbes und des Lebens. Der Mensch musste im Schweiß seines Angesichts arbeiten. Ich betrachte die Sünde immer als ein großes Minuszeichen; sowohl unser Leib als auch unser geistliches Leben, wie alles, was wir von unserem Schöpfer hätten erben sollen, ging durch die Sünde verloren. All das ging durch Adam verloren. …

Bevor Christus kam, hat der Mensch zwei große Verluste erlitten – den ersten durch Adam, den zweiten durch Mose. Diese Verluste haben den Menschen daran gehindert, Erhörung seiner Gebete zu empfangen und haben dazu geführt, dass er Niederlagen erlebt und nicht überwindet. Der Mensch entfremdete sich und hielt sich fern vom Genuss der Gegenwart Gottes. Er wurde töricht und unwissend über Gott. Er wurde schwach und unfähig, die Kraft Gottes in Bezug auf seinen Leib und seinen Geist zu genießen. Dem Menschen wurde alles genommen, was das Leben und die Göttlichkeit betraf. Wie wurde der Tod, der in der Zeit zwischen Adam und Mose herrschte, und die Sünde, die in der Zeit zwischen Mose und Christus herrschte, weggenommen? Heute ist das Blut die Antwort auf diese Frage. Manche haben gesagt, das Kreuz sei ein großes Pluszeichen. Obwohl dies ein Ausspruch von Menschen ist, ist er trotzdem wahr. Durch das Kreuz Gottes wurde uns alles hinzugefügt. Von Adam bis Mose war alles, was wir hatten, der Tod und von Mose bis Christus war alles, was wir hatten, die Sünde. Nun hat das Blut Christi alles beendet, was von Adam stammt – den Tod eingeschlossen. Und es hat alles beendet, was nach Mose als Sünde verurteilt wurde. Nun sind alle unsere Verfehlungen weggenommen, und nichts ist übrig geblieben. Weil der Herr Sein Blut vergossen hat, müssen wir nicht mehr sterben und werden von unseren Sünden gereinigt. Ursprünglich war Gott für uns und alles, was Gott hatte, war unser. Wir wurden aufgrund der Sünde und später aufgrund des Todes von Gott getrennt. Gott konnte uns nicht mehr helfen, und Seine beabsichtigten Segnungen und seine Gnade wurden uns vorenthalten. Obwohl wir sagen können, dass wir durch die Sünde den Tod bekommen haben, haben wir durch die Sünde in Wirklichkeit alles verloren, was von Gott war. Wir haben alles verloren, was Gott uns gegeben hat, geben kann und geben will. Das Blut hat scheinbar nur die direkte Aufgabe, uns von der Sünde zu reinigen. Doch in Wirklichkeit erobert das Blut uns die Beziehung zu Gott zurück. Jetzt kann das, was Gott uns gegeben hat, geben kann und geben will, ungehindert zu uns kommen. Das Blut fügt uns Gott hinzu. Das Blut Christi hat nicht nur die Erlösung, sondern eine ewige Erlösung vollbracht. Im Gegensatz zu dem Blut von Stieren und Ziegen, das nur eine vorübergehende Erlösung vollbracht hat, wurde das Blut Christi nur einmal vergossen und hat eine ewige Erlösung vollbracht. Das Blut Christi ist nicht wie das Blut von Stieren und Ziegen, in welches die Menschen im Alten Testament ihr Vertrauen setzten. Das Blut Christi wurde einmal vergossen. Jetzt ist die Sünde auf ewig verschwunden, und das Gewissen spricht uns nicht mehr schuldig für die Sünden. Dies ist es, was das Blut Christi vollbracht hat. Es hat ein für alle Mal das Problem der Sünde gelöst. Weil das Problem der Sünde gelöst ist, wird uns Gott hinzugefügt.

(Der Neue Bund, S. 50–54)

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