Die Bedeckung von Gottes Wohnstätte
Die Gemeinde ist von Christus als ihrem Ausdruck bedeckt
Schauen wir uns nun die vier Schichten der Bedeckung an. Die erste Schicht von innen besteht aus feinstem Material – aus Teppichen von feiner gezwirnter Leinwand, in die Cherubim eingestickt und schöne blaue, purpurne und scharlachrote Fäden eingewebt sind. Blau bedeutet himmlisch, Purpur bedeutet königlich, und Scharlach ist ein Bild für die Erlösung. Das Grundmaterial jedoch ist die feine Leinwand, die das Menschsein Christi mit all Seinen feinen Charakterzügen und Seinem edlen Verhalten darstellt. Die vier Evangelien berichten uns von einem Menschen, dessen Natur und dessen Verhalten genau der feinen Leinwand entspricht. Leinwand ist fein und doch sehr fest, sehr stark, und weil es sich hier um (aus zwei Fäden) gezwirnte Leinwand handelt, besitzt sie doppelte Festigkeit. Der Herr Jesus ist sehr fein und trotzdem sehr stark, sehr fest; nichts an Ihm ist grob oder schwach.
Die zweite Schicht besteht aus Ziegenhaar. In der Bildersprache der Schrift stellen Ziegenböcke sündige Menschen dar. Matthäus 25:31–46 spricht von der Scheidung zwischen Schafen und Ziegen und dem Unterschied zwischen beiden, wobei die Ziegen offensichtlich die sündigen Menschen sind. Dies entspricht genau 2. Korinther 5:21, wo es heißt, dass Gott den, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht hat. Folglich stellt diese Schicht – Teppiche aus Ziegenhaar – Christus als den dar, der für uns zur Sünde gemacht wurde. Obwohl Er die feine Leinwand ist, wurde Er zu Ziegenhaar gemacht: Er hat nie eine Sünde begangen und kannte keine Sünde, aber Er wurde für uns zur Sünde gemacht.
Auf die Schicht aus Ziegenhaar folgt eine Schicht von rotgefärbten Widderfellen. Die rote Farbe spricht von dem Blut, das im Erlösungswerk Christi vergossen wurde. Er war der Sündlose, der für uns zur Sünde gemacht wurde, um unsere Sünden zu tragen – dieser einfache Satz erklärt die ersten drei Schichten. Die erste Schicht stellt Ihn als den Sündlosen dar, die zweite als den, der für uns zur Sünde gemacht wurde, und die dritte Schicht als den, der unsere Sünden trug und Sein Blut vergoss, um uns zu erlösen.
Auf die rotgefärbten Widderfelle folgt die vierte Schicht, die zur äußeren Bedeckung wird. Diese besteht aus Delphinhäuten, die sehr widerstandsfähig sind; sie halten jedem Wetter und jedem Angriff stand. Die äußere Bedeckung sieht nicht besonders anziehend aus und ist etwas rau. Heute bietet Christus den Menschen der Welt äußerlich keinen schönen Anblick: Er sieht wie robuste Delphinhäute aus und ist in Seiner äußeren Erscheinung nicht anziehend. Aber wenn Er auch äußerlich wenig Schönheit zeigt, ist Er doch schön, wunderbar und himmlisch im Inneren. Er gleicht nicht dem heutigen Christentum mit seinen riesigen, schönen Bauten – äußerlich prunkvoll, innerlich und geistlich jedoch hässlich, leer und manchmal sogar verdorben. Die weltlichen christlichen Organisationen sind in der Tat hässlich. In der wahren Gemeinde aber, im Bauwerk Gottes, gibt es etwas Himmlisches und Schönes, obgleich sie nach außen hin einfach und rau ist und keine besondere Schönheit aufweist.
(Die Ökonomie Gottes, S. 213–215)
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