Die Merkmale Isaaks
Isaak hat alles empfangen
Aus diesen beiden Beziehungen können wir die Merkmale Isaaks erkennen. Sein ganzes Leben lang war alles, was er hatte, nur ein Genießen und ein Empfangen. Was bedeutet es, den Gott Isaaks zu kennen? Den Gott Isaaks zu kennen bedeutet nur eines: Gott als den Versorger zu kennen, als den, von dem alles kommt. Wenn wir Gott den Vater kennen wollen, müssen wir den Sohn kennen. Um den Gott Abrahams zu kennen, müssen wir den Gott Isaaks kennen. Wir sind hilflos, wenn wir nur den Gott Abrahams kennen, weil Er in einem unnahbaren Licht wohnt (1.Tim. 6:16). Doch dem Herrn sei Dank, dass Er auch der Gott Isaaks ist. Dies bedeutet, dass alles, was Abraham besaß, Isaak gehörte. Es bedeutet auch, dass alles durch Empfangen kommt.
Kennt ein Christ den Gott Isaaks nicht, dann kann er nicht vorangehen. Wenn ein Christ die Bedeutung von Isaak nicht kennt, kann er Gottes Ziel nicht erreichen. Mit anderen Worten: Wenn wir nicht wissen, wie man empfängt, werden wir Gottes Ziel niemals erreichen. Diejenigen, die Isaak nicht kennen, können nur unter dem Berg Sinai leben. Diejenigen, die Isaak nicht im Leben kennen und ihn in ihrem Lebenswandel nicht zum Ausdruck bringen, besitzen nichts außer dem Gesetz. Wenn Gott eine Forderung stellt, dann versuchen sie, diese aus sich selbst heraus zu erfüllen. Wenn Gott etwas haben möchte, versuchen sie, es ihren Fähigkeiten entsprechend darzubieten. Dies ist aber nicht Isaak. Solche Christen können schließlich nur stöhnen und sagen: „Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir zwar vorhanden, das Gute zu Vollbringen aber nicht“ (Röm. 7:18). Der Mensch in Römer 7 war willig, das Gute zu tun; er war sehr verlangend danach, gut zu sein. Doch er selbst tat das Werk und sah nicht, dass Gott ihn befreien muss. Er sah nicht, dass alles in Christus ist und sah auch nicht die Reichtümer, die Gott in Christus vorbereitet hat; das heißt, er sah das Erbe Isaaks nicht. Er erkannte nicht, dass das Geheimnis des Sieges im Empfangen liegt und erkannte auch nicht, dass die Christen auf Grund dessen Christen sind, was sie sind, denn das Christenleben ist für sie ja keine Aufführung. Er sah auch nicht, dass Gott jemanden befreit, indem Er ihm das Gesetz des Lebens gibt. Daher konnte er nur seinen Willen einsetzen.
(Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, S. 107–108)
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