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Ein gottgefälliges Leben führen

Wenn wir ein gottgefälliges Leben führen wollen, müssen wir zuerst eine Vision haben (Spr. 29:18a). In der Bibel bezeichnet Vision eine außerordentliche Szenerie; es bezieht sich auf eine besondere Art von Sehen – ein herrliches, innerliches Sehen – und auf die geistliche Szenerie, die wir von Gott sehen. Um eine Vision zu haben, brauchen wir Offenbarung, Licht und Sehvermögen (Eph. 1:17–18a). Die himmlische Vision regiert uns, schränkt uns ein, beherrscht uns, führt uns, bewahrt uns, verändert uns von Grund auf, bewahrt uns in der echten Einheit und gibt uns den Freimut zum Vorangehen. Unter der himmlischen Vision werden wir zur Bestimmung Gottes geführt und unser Leben wird gemäß der Ökonomie Gottes beherrscht. Die beherrschende Vision der Bibel ist der Dreieine Gott, der Sich Selbst in Sein auserwähltes und erlöstes Volk einwirkt, um ihr ganzes Sein mit der Göttlichen Dreieinigkeit zu durchsättigen, um den Leib Christi hervorzubringen und aufzubauen, der im Neuen Jerusalem seine Vollendung findet.

Zweitens müssen wir den Preis zahlen, um die Wahrheit zu kaufen (Spr. 23:23a). Wenn wir dem Herrn gefallen und für die Wahrheit stehen wollen, müssen wir den Preis bezahlen. Die göttliche Wahrheit ist absolut, und wir müssen für die Wahrheit absolut sein und die Absolutheit der Wahrheit aufrechterhalten. Die Wahrheit ist der einzige Maßstab und wir müssen auf der Seite der Wahrheit stehen, um uns selbst zu widerstehen; wir können die Absolutheit der Wahrheit nur aufrechterhalten, wenn wir von uns selbst befreit sind. Für die Vollendung der göttlichen Ökonomie müssen wir absolut sein für die vorhandene Wahrheit. Die vorhandene Wahrheit ist die Wahrheit, die bei den Gläubigen vorhanden ist, die sie bereits empfangen haben und jetzt besitzen. Die vorhandene Wahrheit umfasst die Offenbarung über die ewige Ökonomie Gottes, die Göttliche Dreieinigkeit, die Person und das Werk des allumfassenden Christus, den vollendeten Leben gebenden Geist, das ewige Leben Gottes, die Gemeinde als den Leib Christi und das Neue Jerusalem. Die vorhandene Wahrheit schließt auch den hohen Gipfel der göttlichen Offenbarung ein – die Offenbarung, dass Gott zu einem Menschen wurde, damit der Mensch im Leben und in der Natur, aber nicht in der Gottheit, zu Gott werden kann – um den organischen Leib Christi hervorzubringen und aufzubauen für die Erfüllung der Ökonomie Gottes, um dieses Zeitalter zu beenden und Christus zurückzubringen, damit Er Sein Königreich aufrichte.

Drittens müssen wir lernen, unseren Geist zu kennen, in unserem Geist zu leben und unseren Geist zu üben und zu nutzen (Spr. 20:27). Der Geist des Menschen ist Gottes Leuchte im Menschen. Der Geist Gottes ist auch eine Leuchte mit einer siebenfachen Verstärkung ihres Leuchtens. Wenn wir unseren Geist üben, um richtig zu beten, leuchtet eine Lampe. Die Lampe mag auf unsere Gedanken, Gefühle und unseren Willen scheinen. Unser Inneres wird vom Herrn gründlich durchforscht werden. Nach einer solchen Zeit des Gebets werden wir uns hell und durchsichtig fühlen, erfüllt von Gott.

Viertens müssen wir uns um unseren Herzen kümmern (Spr. 4:23). Die Seele ist die Person selbst, aber das Herz ist die Person in Aktion. Das Herz ist der Eingang und Ausgang zu unserem ganzen Sein. Es ist durch unser Herz, dass unser wirkliches Sein herauskommt, weil der Verkehr unseres Seins durch unser Herz verläuft. Unser Geist ist die Quelle unseres Seins, aber unser Herz ist der Durchgang, der Eingang und der Ausgang, durch den der Verkehr in unserem Sein verläuft. Um ein richtiger Christ zu sein, müssen wir unseren Geist üben und unser Herz schützen, indem wir es mit allem Fleiß behüten. Das hebräische Wort in Sprüche 4:23, das mit „behüte“ wiedergegeben wird, bedeutet „bewachen“. Wir sollten unser Herz mehr als alles andere bewachen, weil von ihm aus die Ausgänge des Lebens sind. Wir bewachen unser Herz, indem wir uns um unser Herz kümmern und unser Herz vor dem Herrn einer gründlichen Behandlung unterziehen auf die Weise des Lebens; je mehr wir unser Herz behandeln, desto mehr bewachen wir unser Herz. Um für Gottes Bau im Leben zu wachsen, müssen wir den Herrn lieben, auf unseren Geist achten und unser Herz mit allem Fleiß bewachen, um auf dem Weg des Lebens zu bleiben.

Schließlich müssen wir den Gott, der die Liebe ist, ausleben (Spr. 10:12b). „Wer Liebe sucht, deckt die Übertretung zu, wer aber eine Sache weitererzählt, trennt vertraute Freunde“ (Spr. 17:9). Zudecken ist Liebe, aufdecken ist keine Liebe. Zudecken bringt den Segen herbei, aber Aufdecken bringt einen Fluch herbei. Die Liebe „deckt alles zu“ (1.Kor. 13:7a), nicht nur die guten Dinge, sondern auch die schlechten Dinge. Die Ältesten müssen erkennen, dass sie bei ihrem Weiden die Sünden der anderen bedecken müssen und das Böse der anderen nicht aufrechnen dürfen. Wir müssen andere gemäß Gott weiden, mit einer Liebe, die alle Übertretungen zudeckt. „Vor allem habt innige Liebe untereinander, weil die Liebe eine Menge von Sünden zudeckt“ (1.Petr. 4:8).